7. Siebenbürger als Brückenbauer, Festvortrag

 Hermann Schuller

25. September 1988. Wenn einst Adolf Meschendörfer in seiner "Siebenbürgischen Elegie" mit einem fünffachen "Anders rauschen die Brunnen, anders rinnt hier die Zeit, ... anders schmeckt hier der Märzenwind, anders der Duft von Heu, anders klingt hier das Wort von Liebe und ewiger Treu" (vgl. Elegie im Anhang), das beschreibt, was ihm und uns einmal Heimat gewesen ist, dann klingt in unseren Herzen wehmütig nach, was Generationen zu erleben, erleiden und erdulden, auferlegt ward.

Der Versuch, das wiederum zu beschreiben, würde in ein vielfaches "Anders" hineinmünden, mit dem Tausende von Menschen zu leben haben. Ganz anders ist es gekommen, ganz anders ist es geworden. Mit diesem "ganz Anderen" galt und gilt es fertig zu werden, dieses gilt es zu begreifen und damit zu leben. Dass der Einzelne damit nicht allein gelassen wurde und nicht allein gelassen wird, ist schließlich Sinn und Inhalt siebenbürgischer Gemeinschaft, wie sie sich in ihren landsmannschaftlichen Verbänden organisiert hat, als Weiterführung eines einzigartigen Gemeinwesens. Deshalb wird eine solche Feierstunde in erster Reihe mit tiefempfundenem Dank denen gegenüber gefüllt sein, die Zeit, Kraft und Liebe in der Verantwortung für andere, deren Wohlergehen und Weiterkommen, eingebracht haben.

35 Jahre sind eine Wegstrecke, auf der hier in Mannheim und Umgebung für viele Beheimatung stattgefunden hat. Es ist eine beispiellose Gemeinschaftsleistung der deutschen Bundesländer und damit aller Bürger, in den Nachkriegsjahren und bis auf den heutigen Tag Millionen von Heimatlosen ein neues Zuhause angeboten und möglich gemacht zu haben. Dabei darf nie außer Acht gelassen werden, wie sehr hier unter den Kriegsereignissen und deren Folgen gelitten wurde. Mannheim war zu 80 Prozent zerstört. Die Bilder der zerstörten Innenstadt sind grauenerregend. Unermessliches Leid galt es auf diesem Boden zu bewältigen. Trotzdem hat sich Mannheim die aus den Jahrhunderten bekannte Offenheit und Gastfreundlichkeit bewahrt. Schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts erweiterte Karl Ludwig die Privilegien, die sein Großvater zur ersten Gründung erlassen hatte: "Alle ehrlichen Leute von allen Nationen" werden eingeladen, sich in Mannheim niederzulassen. Es kommen Siedler aus der Gegend von Metz, aus Nordfrankreich, Holland, Italien und aus der Schweiz. Zu ihnen gesellen sich auch einige Pfälzer. Nach dem Krieg hat Mannheim eine große Zahl Flüchtlinge beherbergt. Das sollte immer in dankbarer Erinnerung bleiben.

Ein solches Ereignis, das wir heute begehen, lässt die immer wieder aufkommende Frage laut werden: Warum sind wir eigentlich hier? Eine Frage, die aus den verschiedenen Bereichen zu hören ist und angesichts der Zeichen der Zeit und angekündigtem Anstieg der Aussiedlerzahlen immer lauter wird. Freilich reicht der Rahmen eines Kurzvortrages nicht aus, um die vielfachen Beweggründe zu nennen und auszuloten. Trotzdem aber ist es notwendig, immer wieder festzuhalten und zu beschreiben, auch wenn es nur fragmentarisch geschehen kann, was Ursache und Wirkung dieser schwerwiegenden Vorgänge der letzten Jahrzehnte gewesen ist und allem Anscheine nach noch lange Zeit fortdauern wird. Diese immer wieder aufs Neue notwendige Besinnung und Deutung der Zeitgeschichte ist in der unerfreulichen Tatsache begründet, dass es nicht Wenige gibt, die oft Ursache und Wirkung verwechseln, aus welchen Gründen auch immer, und dadurch beträchtlichen politischen Schaden anrichten.

Dabei wird es keinesfalls um unendliche Klagelieder, Selbstbemitleidung und eigene Nabelschau gehen, sondern im Kontext europäischer Zeitgeschichte all die Zusammenhänge aufzuspüren, die zu den Folgen geführt haben, die heute noch so viel Leid und Kummer, aber auch massive Missverständnisse, Emotionen und auch Aggressionen hervorrufen, gleich ob sie sich in unüberlegten Verbalisierungen oder in Form von Leserbriefen äußern.

In den vergangenen Wochen durften wir im Rahmen dieser Kreisgruppe zwei verdienten Männern der ersten Stunde zum 70. Geburtstag gratulieren. Ihr Lebenslauf ist geradezu signifikant für eine Beantwortung der eingangs gestellten Frage. Durch den unseligen Krieg und Gefangenschaft kamen sie nach Heidelberg und nach Weinheim und gründeten ein neues Zuhause, ohne sich loszusagen aus der Mitverantwortung für die Dortigen und die Hiesigen. Zu denen, die aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurden, kamen jene, die die Zwangsarbeit in den Kohlengruben des Donezbeckens überlebt hatten und nach Deutschland gebracht wurden.

Was sich dann in den darauf folgenden Jahrzehnten als notwendig erwies, war ein oft verzweifeltes Bemühen von Politikern, Kirchen und Verbänden, auseinander gerissene Familien wieder zusammenzuführen und damit ihren Leidensweg zu verkürzen. Durch die gegebenen Verhältnisse konnte dieses nur eingleisig geschehen. Eine Kettenreaktion von damals bis heute war die logische Folge und unvermeidbar. Dazu kommt die staatspolitische Entwicklung Rumäniens, die im übrigen vielfach und oft sehr zutreffend in den Medien beschrieben wird.

Der Wahrheit zuliebe muss allerdings festgestellt werden, dass der wirtschaftliche Niedergang und parallel dazu eine unvergleichbare politische Ausartung, die mit stalinistischen Strukturen und Methoden identisch sind, streckenweise nicht deutlich erkennbar und nicht voraussehbar waren, zumindest für die dort Lebenden - konnte man doch nach der großen politischen Amnestie 1964 von einer ideologischen Auflockerung sprechen. Es gab Zeichen der Hoffnung durch die Neubelebung kulturellen Schaffens in Literatur und darstellender Kunst, es gab im Bereich der Kirche Aufbruchstimmung und Hoffnung aus einem wiederauflebenden starken Gemeinschaftsbewusstsein.

Vor allem in den Landgemeinden wurde wieder gebaut. Aus ehemaligen Wirtschaftsgebäuden, die durch die neue Wirtschaftsordnung zweckentfremdet waren, entstanden geräumige Wohnungen. Die herangewachsene junge Generation richtete sich ein und fand ihren Platz im wirtschaftlichen und politischen Leben. Wenn auch die Abwanderung in die Städte und Industriezentren sehr groß war - was im übrigen nicht nur ein Charakteristikum dortiger Verhältnisse war, sondern eben eine Folge der Industrialisierung von überall - so blieb doch eine gute Verbindung zur Heimatgemeinde, die auch in der Pflege des elterlichen Erbes zum Ausdruck kam.

In allen Bereichen war große Bereitschaft zum Vorwärtskommen zu beobachten. Die vielen neu ins Leben gerufenen Berufsschulen bildeten in kürzester Zeit viele junge Menschen in den mannigfachsten Berufe aus. Dazu kam - in einem Ausmaß wie noch nie zuvor - die Möglichkeit für begabte junge Menschen, ein Hochschulstudium zu absolvieren. Als Beispiel kann eine kleine, unter 500 Seelen zählende, Gemeinde angeführt werden, in der ich damals Pfarrer war. Aus dieser studierten jeweils zwei junge Menschen Medizin, Agronomie und Theologie, eine Mathematik, mehrere Pädagogik, viele wurden Techniker und Meister. Nicht zu vergessen seien die vielen Absolventinnen und Absolventen der Lehrer und Kindergärtnerinnenausbildungsstätten in Hermannstadt, Schäßburg und Temeschburg.

Im politischen Bereich musste man sich allerdings auch arrangieren. Wollte man vorwärts kommen, war die Begegnung mit der These unumgänglich: Führende Kraft in der Gesellschaft ist allein die kommunistische Partei. So schien es anfänglich nur eine Formalität zu sein, in die Partei einzutreten, was mit einer Portion Opportunismus zu verkraften sei. Es waren leider nicht Wenige, die diesen Überlegungen Raum gaben. Ein mahnendes oder kritisches Gegenüber konnte es nicht geben, denn es wäre lebensgefährlich gewesen. Später hat es aber auch nicht Wenige gegeben, die des Tragens auf zwei Schultern müde wurden und unter innerem Zwiespalt und Gewissensbissen arg zu leiden hatten. Ich erinnere mich oft und gerne an die endsechziger Jahre, in denen unsere Anverwandten und Freunde aus der Bundesrepublik zu Besuch kamen. Es war immer, wenn auch meist der Realität etwas entrückt, sehr bewegend und schön. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass unsere Angehörigen zur Auswanderung ermuntert hätten. Freilich waren ihre Berichte aus der großen freien Welt beeindruckend, und ihre glänzenden Autos weckten in manchen jungen Menschen verwegene Träume, aber es war auch leicht nachzuvollziehen, wie gerne sie zu Hause waren und wie gerne sie wiederkommen wollten.

In mir kam die Vision auf, wie positiv, geradezu als Brückenbauer, sich diese Beziehung zwischen zwei Welten hätte ausweiten können. Die Zahl der Aussiedler im Rahmen der Familienzusammenführung war damals noch gering und wurde durch geburtenstarke Jahrgänge aufgewogen. Aber es kam anders. In der Mitte der siebziger Jahre wurde die politisch ideologische Schraube kontinuierlich angezogen, und es geschah all das, was vielfach dargestellt wurde und zu verstärkter Inanspruchnahme des Rechtes auf Familienzusammenführung hinführte. Junge Menschen sahen keine Perspektive mehr und versuchten auf abenteuerliche Weise trotz der Gefahr von Misshandlung und Folter, ja unter Lebensgefahr, das Land zu verlassen. Familien brachten unbeschreibliche Opfer aller Art, nur um den langersehnten Ausreisepass zu bekommen.

Viele Wege, Umwege, Irrwege und Kreuzwege wurden in Anspruch genommen - dieses alles, weil der Lebensraum so eingeengt wurde, dass dort zu leben nicht mehr als lebenswert empfunden wurde. Dabei ist mir bewußt, wie schwer es ist, die vieldimensionalen Problembereiche realistisch zu beschreiben, weil das Geschick einzelner Familien und Personen auch weitgehend eigene Prägungen hatte und von eigensten Erfahrungswerten bestimmt waren. So kann auch die Aussage Bestand haben: "Mir ist es dort gut gegangen, ich war an meinem Arbeitsplatz sehr angesehen und meine Stellung war dank meiner Fähigkeiten und beruflicher Kompetenz stets gesichert. Jetzt aber ist alles anders. Niemand kennt mich, ich bin ein Niemand und Nichts."

Das alles kann auch so aussehen, zumindest in den ersten Jahren. Es ändert aber nichts an der Gesamterfahrung eines Systems, das Millionen von Menschen - Rumänen mit eingeschlossen - unerträgliches Leid auferlegte. Zudem hat der Verfasser der DDR Nationalhymne Johannes Robert Becher - meine Generation hat ihn in den Gymnasien sehr ausführlich lernen müssen - zwei Jahre vor seinem Tode in einem bis dahin nicht veröffentlichten Manuskript mit dem östlichen Sozialismus so abgerechnet: Als Grundirrtum seines Lebens bezeichnet Becher die Annahme, "dass der Sozialismus die menschlichen Tragödien beende und das Ende der menschlichen Tragödie selber bedeute. Es sei aber so, als habe mit dem Sozialismus die menschliche Tragödie in einer neuen Form ihren Anfang genommen, in einer neuen, ganz und gar ungeahnten und von uns nicht übersehbaren. Der Sozialismus habe erst die menschliche Tragik in Freiheit gesetzt. In ihm habe sich die Tragödie gleichsam selbst überstiegen und kündet uns nicht eine frohe Zukunft, wie es im allgemeinen heißt, sondern ein Zeitalter an, dessen tragische Gestalt mit keinem der vorhergehenden vergleichbar ist."

In einer solchen Deutung finden wir unsere Geschicke und Erfahrungen wieder. Auch bedarf es keiner anderen Definition für die Auslösung der großen Bewegung von Ost nach West. Zudem bewahrt uns eine solche Sicht vor nostalgischen Retrospektiven. In seinem Buch "Menschen und Mächte" (S. 239) vergleicht Altbundeskanzler Helmut Schmidt das Regierungshaus in Bukarest mit dem des ehemaligen Schahs in Teheran, Reza Pahlevi: "Einen ähnlichen Grad an höfischer Unterwürfigkeit habe ich nur noch ein einziges Mal erlebt, nämlich "am Hofe" des Führers Ceausescu, dessen Familienclan das Land im Namen des Marxismus ausbeutet und den Staatschef nahezu vergöttlicht".

Im Nachsinnen darüber fielen mir die Ausführungen des bedeutenden Sachsenbischofs und Historikers Georg Daniel Teutsch ein, der im ersten Teil seiner Sachsengeschichte den Beweggründen der Auswanderung der Väter vor 800 Jahren aus dem Rhein Mosel Gebiet nachgeht: "Darum wanderten aus, wer das Recht liebte. Edle Menschen haben von jeher die Freiheit dem Vaterland vorgezogen."

Wenn auf uraltem Siegel geschrieben stand: "Atretinendam coronam" und die ganze Geschichte davon geprägt war, dann ist das anders geworden und entspricht nicht mehr dem eigenen Selbstverständnis. Es blieb nichts anderes übrig, als zu gehen, ohne Groll, ohne Hass und ohne Feindbilder im Gepäck mitzunehmen. Darum sind wir hier!

Aber mit gleichem Atemzug, in dem wir das aussprechen, ahnen wir, wie schwer es für Andere, unsere Mitbürger, sein mag, einfach gedanklich nachzuvollziehen, was unsere eigensten Erfahrungswerte in ihrer ganzen Tragweite letztlich bedeuten. Müssen wir da nicht mit großer Geduld und Behutsamkeit die an uns gerichteten Anfragen immer wieder aufs Neue zu beantworten versuchen? Wir müssen aufeinander zugehen! Abkapselung und Schmollwinkelmentalität bringt nicht weiter!

Das gilt zunächst unter uns selbst. Am letzten siebenbürgisch sächsischen Kirchentag Anfang September dieses Jahres in Heilbronn sprach ein Würdenträger der württembergischen Kirche die Vermutung aus, dass durch die Siebenbürger Sachsen ein Riss gehe, ja dass dieser Riss auch im Erscheinungsbild unseres Lebens wahrzunehmen sei. Wer die letzte Ausgabe unserer siebenbürgischen Zeitung aufmerksam gelesen hat, vor allem den Beitrag "Die vertane Stunde des Bischofs" von Hans Bergel und "Der Sachsenbischof und die Ungeheuerlichkeiten in Rumänien" von Hans Miskes, könnte meinen, diese Vermutung sei realistisch.

Wohl lassen Äußerungen und Fehlentscheidungen den Aufschrei zu: "Wohin ist es mit uns gekommen!" Doch ist gerade dieser Tatbestand Ergebnis einer über Jahre andauernden Isolation auch der Kirchenleitung in Hermannstadt. Sie hat kein kritisches Gegenüber aus den eigenen Reihen gehabt und hat es heute noch viel weniger. Daher wird das Miteinander Reden so schwer. Sprache und Denkweisen haben sich auseinanderentwickelt, so dass die Vermutung vom Riss nicht zutreffend ist, denn Risse sind irreparabel.

Es ist, so nehme ich an, ein schwerwiegendes Missverständnis, wenn führende Persönlichkeiten die Begriffe "Konfession" und "Volk" - zumindest in Bezug auf Siebenbürger Sachsen - auseinanderdividieren. Waren doch, und das gehört zu den unverkennbaren Charakteristika durch die ganze Geschichte, beide deckungsgleich. Was mit "Konfession" umschrieben wird, war der Glaube als tragender Fels in der Bewegtheit der Zeiten. Hervorragende Persönlichkeiten der achthundertjährigen Geschichte sind Repräsentanten dieser Einheit. Wer sich in dieser Einheit nicht mehr begreifen kann, verliert dort und hier jene Identität, die uns eigen gewesen ist und die wir auch gerne erhalten möchten. In der Lebendigkeit dieses Glaubens allein ist Hoffnung zu finden. Daher ist die Grundgedankenführung bei Herrn Miskes, die zu gravierender Schlussfolgerung führt, in der kritischen Anmerkung: "Fiat konfesio, periat populus" im Ansatz einseitig.

Auch Adolf Schullerus wäre missverstanden, wenn Volkstum als irdische Lebensform von dem lebensprägenden Glauben abgetrennt würde. Geschichtsbetrachtung "nur durch den Glauben" steht eben in reformatorischer Tradition: "Sola fide" , allein durch den Glauben. Lassen wir daher die Zuversicht für die Möglichkeit einer besseren Zukunft dort einfach bewundernd stehen, auch wenn sie eigener Einsicht nicht zugänglich ist. Bei besserem Aufeinanderhören wird auch ein besseres Verstehen möglich sein.

Wir haben nun die Möglichkeit, in einer neuen Weise Gemeinschaft zu erleben. Es ist eine Möglichkeit, wie es sie vorher noch nie gegeben hat. Die einzelnen Gemeinden und Städte sind nicht mehr abgegrenzte Einheiten, sondern geöffnet, mit einem weiteren Horizont und vielfachen Berührungspunkten mit anderen Traditionen und Bräuchen. Dieser Tatbestand mag zunächst Ängstlichkeiten hervorrufen, ja sogar in Berührungsängste ausarten. Doch sollte nie vergessen werden, dass Schönes und Wertvolles nur dann zur rechten Sinnerfüllung gelangt, wenn es weitergegeben wird, um andere Menschen zu erfreuen oder nachdenklich zu machen, um anderen Menschen zur Bereicherung zu werden.

Sehr viele unserer Landsleute verfielen der irrigen Meinung, dass mit ihrer Ausreisegenehmigung alle ihre Probleme gelöst seien, um dann ganz schnell in der Erkenntnis, dass sie von neuem und ganz anders beginnen müssen, zutiefst enttäuscht zu sein. Enttäuschung aber entsteht immer dort, wo die Erwartungen mit der Bereitschaft, sich selbst voll und ganz einzubringen, nicht identisch ist.

Das Teilhaben an der freiheitlichen Demokratie und an deren wirtschaftlichen Errungenschaften bedeutet eine große Herausforderung. Möglichkeiten dazu gibt es in den örtlichen Gemeinden, in den Vereinen und Parteien. Von der schon erwähnten Vision, uns als Brückenbauer zwischen zwei Welten zu verstehen, komme ich bestimmt nie los, bringen wir doch in unserem Erbe vielfache Erfahrungen mit. Zwei oder mehrsprachig aufgewachsen, entwickelte sich schon in der frühen Jugend die nötige Sensibilität im Umgang mit dem "Andersartigen", das heißt mit anderen Denkweisen, Kulturen, Sitten und Bräuchen. Diese Erfahrungen, die heute mehr denn je von hoher Wichtigkeit sind, bringen wir mit.

Niemand soll seine Pfunde vergraben oder sein Licht unter den Scheffel stellen, auch wenn es noch so bescheiden leuchten mag. Die Zukunft Europas und der ganzen Welt wird nur durch ein friedliches Miteinander der Völker möglich sein. Erste Voraussetzung ist gegenseitige Achtung und Respekt, sowie Bewahrung des nötigen Lebensraumes und Lebensmöglichkeit für ein würdiges Dasein. Lassen Sie uns, liebe Landsleute, unseren Beitrag dazu einbringen.

 


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