Die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb am Freitag, den 06. März 1987


„Kulturtage der Siebenbürger Sachsen in Mannheim“

 

.„In Mannheim stellt sich die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen vom 5. bis 28. März mit einer Reihe kultureller Veranstaltungen der Öffentlichkeit vor. Die Kulturtage sollen einen umfassenden Überblick über die Kultur und Geschichte dieser ältesten deutschen Auswanderergruppe bieten, die im 12. und 13. Jahrhundert aus dem Gebiet zwischen Mosel und Mittelrhein in das heute rumänische Transsylvanien im Karpatenbogen übergesiedelt und nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Teil in die alte Heimat zurückgekehrt war.

 Hans Wester
im Jägersaal des Mannheimer Schlosses

 

Im Rittersaal des Mannheimer Schlosses eröffnet Oberbürgermeister Gerhard Widder am Samstag, den 7.März die „Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturtage“ (11Uhr), denen heute, Freitag, 17. Uhr, die Vernissage der Ausstellung „Deutsche Kultur in Siebenbürgen“ in der Stadtsparkasse am Paradeplatz vorausgeht. Die Deutschstämmigen Siebenbürger Sachsen, ihre angestammten Eigenarten, ihre Gesinnung, Sprache und Kultur als Ergebnis ihrer spezifischen geschichtlichen Erfahrung sind das Thema einer Anzahl kulturgeschichtlicher Referate und Diavorträge. Die Reihe beginnt am Sonntag (8.3.,4Uhr) im Anschluss an einen Festgottesdienst in der Trinitatiskirche mit Kurzfilmen und anschließender Aussprache, setzt sich am darauf folgenden Sonntag (15.3., 4Uhr), in der Kunsthalle mit einem Referat über Leistung und Schicksal der Deutschen in Siebenbürgen und im Banat, sowie am Mittwoch (18.3., 19.30 Uhr), wiederum in der Kunsthalle mit seiner „Literarischen Reise in Städte der deutschen Siedlungsgebiete in Südosteuropa“ fort.

 

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Hans Bergel / Festansprache
im Rittersaal des Mannheimer Schlosses
 

Mit Malerei und Plastik der Gegenwart macht eine Schau in der Bank für Gemeinwirtschaft bekannt. Die Eröffnung (am Freitag, 13.3. 16Uhr) findet in Präsenz von Kulturdezernent Manfred David statt. Das siebenbürgische Märchen liest und deutet in einer Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium (Montag,23.3.,19Uhr) die Kulturreferentin und stellvertretende Vorsitzende des Gesamtverbandes, Frau von Friedeburg-Bedeus, gefolgt von einer modernen Märchenlesung zwei Tage darauf (25.3..,15Uhr) am gleichen Ort von der Schriftstellerin Karin Gündisch. Sie stellt die Empfindungen von Aussiedlerkindern in ihrer neuen Umgebung vor. Da Kurzweil nicht zu kurz kommen darf, wurde die für ihren Humor gerühmte Ottmar-Strasser-Bühne mit der Komödie „Oskar“ von Claude Magnie für einen Auftritt im Kulturhaus Käfertal (Samstag, 14.3.,18Uhr) gewonnen. Für Liebhaber klassischer Musik steht (am Freitag, 20.3.,20Uhr) in der Christuskirche eine Konzertveranstaltung auf dem Programm mit Geschwistern Ursula Trede-Böttcher und Marianne Böttcher, deren Mutter aus Siebenbürgen stammt“.
 

 


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