Die Schwetzinger Zeitung schrieb am 02. Juni 1992

 

Ausstellung zur Völkerverständigung eröffnet
„Deutsche Kultur in Siebenbürgen“
 

„Im Beisein von Bürgermeister Werner Weick wurde im Gemeindezentrum am Sonntag die Ausstellung „Deutsche Kultur in Siebenbürgen“ eröffnet, womit auch der Dank an die Spender für Kinderheime in Rumänien verbunden wurde. CDU-Ortsverbandsvorsitzender Rudi Lerche, Organisator der Rumänien-Hilfsaktionen, erläuterte zunächst die Gründe, warum Spenden unerlässlich seien, und stellte zunächst die Akteure, Helferinnen und Helfer in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Besondere Grußworte fand Lerche für Bürgermeister Werner Weick und die Gemeinderäte, die Vertreter der beiden Kirchengemeinden und Ekhard Baron von Behr aus Bad Dürkheim, der in den nächsten Tagen nach Rumänien fahren wird und neben den Geld- auch die Sachspenden übergeben wird. Des weiteren begrüßte er Hans Wester, Mannheim, und Georg Binder aus Neustadt vom Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen und dankte allen Spendern für ihre tatkräftige Unterstützung.

Der Vorsitzende der Hilfsgemeinschaft Pfalz, Ekhard Baron von Behr, dankte für die Gastfreundschaft und bestätigte, dass das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen Not lindere. Die aus Spenden finanzierte Hilfe verringere die Notlage der Siebenbürger Landsleute, besonders in Kinderheimen, wo die Hilfe dringend benötigt wird. Es sei ein großes Wunder, so viele spendenfreudige Menschen gefunden zu haben, wofür er herzlich dankte. Außerdem sei es erfreulich, dass es so viele Jugendliche und Senioren gebe, die das Leitwort: „Helft uns helfen“ erfüllten, und dankte in bewegten Worten für so viel Engagement. Er versicherte, dass es ein großes Fest für die Kinder geben werde.

Rudi Lerche bemerkte, das sich hier das Wort aus der Bibel von der vorhergehenden Ausstellung bewahrheitete und diese bereits vorbildlich in die Praxis umgesetzt wurde. Er dankte Bürgermeister Werner Weick dafür, dass die Ausstellung im Gemeindezentrum durchgeführt werden könne.

Eine geschichtlichen Abriss über die Siebenbürger Sachsen gab Hans Wester von der Landsmannschaft. Die Wanderung begann im 12. Jahrhundert, wo deutsche Siedler dem Ruf eines ungarischen Königs nach Siebenbürgen gefolgt seien, erläuterte Wester. Wenn die Deutschen aus Rumänien heute nach Deutschland zurückkehren, sei das ein Teil des deutschen Exodus aus Ost und Südosteuropa, der bei Kriegsende durch Flucht und Vertreibung begann und bis heute andauere, fuhr er fort. In seinen Ausführungen sprach Wester die gewerblich-industriellen, kulturellen und schulischen Probleme an. Zur politischen komme die wirtschaftliche Notlage hinzu und das Land könne seine Bewohner kaum noch ernähren, und das im 20. Jahrhundert, spiegelte er die Situation wider.
 

 


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