Die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb am 29.04.2003



Die Wurzeln zur Heimat... wurden gehegt und gepflegt:

Siebenbürger Sachsen Mannheim-Heidelberg feiern den 50.

 


Mannheim-Heidelberg (zg-f) Die Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg innerhalb der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen feiert am Samstag, 10. Mai, das 50-jährige Bestehen. Die Feier, die unter der Schirmherrschaft des Mannheimer Oberbürgermeisters Gerhard Widder steht, beginnt um 15 Uhr in der Kulturhalle Mannheim-Feudenheim.

Als erste Kreisgruppe in Baden-Württemberg wurde im Mai 1953 die Kreisgruppe Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg gegründet. Der Name wurde von 1987 an „Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg“ abgeändert, nachdem 130 Mitglieder an die Kreisgruppe Vorder- und Südpfalz abgetreten wurden.

Die Integration der Siebenbürger Sachsen im Rhein-Neckar-Raum geht auf die Gründungszeit dieser Kreisgruppe zurück. Es war Gustav Adolf Schwab, der während der zahlreichen Veranstaltungen den Landsleuten, die gerade die Schrecken des Krieges, der Flucht und Vertreibung und vor allem den Verlust der alten Heimat zu verkraften hatten, ein Gefühl der Geborgenheit und Augenblicke der Erinnerung vermittelte, um ihre Aussiedlung erträglicher zu machen.

Die Siebenbürger Sachsen gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Da wurden auf Einladung ungarischer Arpadenkönige Deutsche, größtenteils Westfranken, ins Hochland nördlich der Südkarpaten gestreckt und hatten dort das erste Freitum der Deutschen gegründet. Diese aus dem Reich der ersten Stauffer nach dem Südosten ausgesiedelten Menschen begriffen sehr bald, dass sie lediglich dann eine kollektive Überlebenschance hätten, wenn sie sich den Völkern ihrer Umgebung als Einheit verständlich machen würden. So ist das Zusammenwachsen der deutschen Siedler aus dem Rhein-Mosel-Luxemburg-Gebiet zu einem neuen deutschen Volksstamm, den Siebenbürger Sachsen, auf dem neuen Siedlungsgebiet zu erklären.

Ein weiteres Wesensmerkmal dieser Exklave im Südosten war der Wille dieser Menschen, die Bindung an das Mutterland – wie sie Deutschland über all die Jahrhunderte nannten und bis heute nennen – aufrecht zu erhalten. Während ihrer ganzen Geschichte schickten die Deutschen Siebenbürgens ihre Söhne – und später auch die Töchter – zum Studium an die Universitäten nach Deutschland. Damit wurde nicht allein das Wissens- und Bildungsgut Mittel- und Westeuropas ununterbrochen in die Exklave im Südosten getragen, sondern es wurde auf diesem Weg auch den Völkern Südosteuropas das Bild des deutschen Mitteleuropa in der unmittelbarsten Anschaulichkeit vermittelt.




 


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