Susanne Weber schrieb  am 20. Januar 2004 in der Siebenbürgischen Zeitung

 

Vorweihnachtsfeier der Kreisgruppe Mannheim- Heidelberg


 

Dunkelrote Deckchen, grüne Tannenzweige, rote Kerzen, goldene Sternchen schmückten die langen Tischreihen im Gemeindesaal der Friedenskirche in Mannheim. Ein Weihnachtsbaum, Weihnachtssterne und der Duft von selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen – eine schöne Atmosphäre für die Vorweihnachtsfeier unserer Kreisgruppe. Herr Hans Rampelt begrüßte die zahlreichen Gäste mit dem Grußwort „Weihnachten das Fest des Friedens“. Nach Ankündigung des Programmablaufs übernahm Herr Dekan Herman Schuller das Wort. In seiner besinnlichen Aussprache wies er auf die vielseitige Bedeutung der Adventszeit hin. Advent ist die Zeit des sich ausbreitenden Lichtes; erst brennt eine Kerze am Adventskranz, dann werden es immer mehr, je dunkeler und kürzer die Tage werden. Advent heißt übersetzt „Wartezeit“. Warten vor allem geduldiges Warten, fällt uns heute schwer. Warten kann spannend sein, kann Hoffnung beinhalten, aber auch Ungewissheit und Schmerz. Doch das alles gehört zu unserem Leben. Und was wären wir Christen ohne Advent? Laut Dichter Jochen Kleppel wären wir arm dran, denn gerade diese Zeit ist auch die Zeit mit der wundervollsten Musik. Und so sangen wir gemeinsam die Lieder „Macht hoch die Tür“ und „Wie soll ich dich empfangen“ begleitet am Klavier von Herrn Pfarrer Michael Batzoni.

In der altkirchlichen Tradition war die Adventszeit auch die Zeit der Buße. In der alten Heimat feierte man keine Feste (Hochzeit, Ball). Doch da wo Menschen zusammenkommen und Gemeinschaft feiern, da ist schon ein Strahl des Friedens, betonte Herr Dekan Schuller, und es ist wichtig diesen Strahl des Friedens, des Lichtes mit hinaus in unseren Alltag zu tragen zu allen Hoffnungslosen, Kranken und Verzweifelten.

Den zweiten Teil übernahm Frau Roswitha Batzoni. Passend zum Advent, zu der Zeit des sich ausbreitenden Lichtes hatte sie die „Aussprache einer Kerze“ ausgesucht und vorgetragen. So wie nur eine angezündete, eine leuchtende Kerze einen Sinn hat, sollen auch wir Menschen bereit sein, Licht und Wärme auszustrahlen und weitergeben um anderen eine Freude machen. Sie selber strahlte so viel Liebe und Wärme aus, dass es spürbar war.

Dann endlich waren die Kinder dran. Frau Batzoni bat sie auf die Bühne. Ob sich das lange geduldige Warten für sie gelohnt hatte? „Lasst uns froh und munter sein“ sangen sie und lockten den Nikolaus herbei (gespielt von Johannes Batzoni). Der erschien tatsächlich mit einem großen Sack und belohnte die Kinder für ihr Warten aber auch für die wunderbaren Gedicht- und Liedvorträge. Er versprach auch nächstes Jahr wieder zu kommen und würde sich freuen dann noch mehr Kinder beschenken zu können. Mit dem Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ endete der besinnliche und feierliche Teil. Für das gemütliche Beisammensein hatten die Frauen selbstgebackene Plätzchen mitgebracht. Für Kaffee, Tee und kalte Getränke war der Vorstand zuständig.

Nach der Kaffeepause dankte unser Vorsitzender Hans Wester allen, die sich im Laufe des Jahres für die besonderen Ereignisse unserer Kreisgruppe, wie die 50-jährige Jubiläumsfeier, die Erstellung der Festschrift „50 Jahre Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg“, die Verbandstage, aber auch für alle anderen Veranstaltungen eingesetzt und mitgeholfen haben. Er betonte, dass Sinn und Zweck unserer Gemeinschaft die Weiterpflege unserer Bräuche und unseres sächsischen Kulturgutes sei. Die eben gefeierte Vorweihnachtsfeier sei somit auch ein Beitrag zur Pflege unseres Erbgutes. Er wünschte allen ein frohes, friedliches Fest und ein gutes neues Jahr. An dieser Stelle sei Herrn Hans Wester ganz herzlichst gedankt für seinen beispielhaften Einsatz für die Kreisgruppe, für die Organisation, die das A und O jeder gelungenen Veranstaltung ist.

Ein Dankeschön geht auch an alle, die zum Gelingen dieser Feier beigetragen haben: Dekan Hermann Schuller, Anni Wester, Roswitha und Pfarrer Michael Batzoni, Ilse und Hans Rampelt, Christa und Helmut Otters, Johanna Heltmann, Michael Fogarascher, Dieter May, Susanne und Mathias Weber, Jürgen Liess, Petra Keller und Johannes Batzoni sowie den Kindern, ganz besonders denen, die Gedichte vorgetragen haben.

Bevor wir auseinander gingen teilte Herr Dekan Schuller mit, dass die Kreisgruppe im neuen Jahr wieder einen Chor gründen möchte. Die Leitung würde er, zusammen mit Herrn Pfarrer Batzoni, übernehmen. Er bat alle singfreudigen Frauen und Männer (alt oder jung) sich in die Liste, die herum gereicht wurde, einzutragen. Es wäre schön, wenn sich noch viele melden würden.
 

 


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