Dankbarkeit- Erntedankfeier in Mannheim

von Susanne Weber

 

"Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!", mit diesen Worten begrüßte Hans Rampelt die Gäste zur Erntedankfeier der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg und weiter rezitierte er das "Herbstlied" von Christian Friedrich Hebbel, das stimmungsmäßig wunderbar zu diesem Tag passte. Symbole des Herbstes und der Ernte schmückten den Saal der Friedenskirche und da hatten die Frauen des Vorstandes keine Mühe gescheut Körbe mit Obst und Gemüse, Zierkürbissen und Mais, Herbstblumen, bunten Blättern und Waldfrüchten zu dekorieren. Mit dem Gedicht "Herbst" von Rainer Maria Rilke übergab Rampelt das Wort an Herrn Dekan Hermann Schuller, der die besinnlichen Worte zum Erntedank sprach.

Wenn in vergangenen Zeiten das Erntefest noch tagelang gefeiert wurde, beschränkt es sich heute nur auf die Kirche, obwohl gerade im Herbst weltliche und religiöse Symbole so nahe beieinander liegen, so Herr Schuller. Wir können den Herbst, die Ernte mit allen Sinnen wahrnehmen; sehen, riechen, schmecken, fühlen. Für den Menschen der postmodernen Welt ist das alles selbstverständlich. Wofür also dankbar sein? Dankbarkeit und Dank ist aber viel mehr, als das Wahrnehmen der schönen Dinge. Dankbarkeit ist eine Form des Seins, wie man mit dem umgeht was man hat. Dankbarkeit gibt unserem Leben einen Sinn, erfüllt uns, so Herr Schuller. Gleichzeitig fordert Dankbarkeit auf zu teilen, uns mitzuteilen, Anteil haben in Freud und Leid mit den anderen. Deshalb müssen unsere Lob- und Danklieder lauter sein als die Klagelieder. Das macht die neue Qualität unseres Lebens, unseres Zusammenseins aus. Zwei Dankeslieder aus dem Gesangbuch wurden angestimmt und Herr Pfarrer Batzoni begleitete am Klavier. Mit einem Gebet endete der besinnliche Teil der Feier.

Es folgte ein kurzes, eher heiteres Programm. Die Damen des Frauenkreises unter der Leitung von Roswitha Batzoni brachten drei Lieder zu Gehör. Die Gedicht- und Textbeiträge zum Thema Herbst (vorgetragen von Michael und Roswitha Batzoni und Susanne Weber) kamen auch gut an und mit dem Herbstlied "Iwer de Stoppeln blest der Wänjt" überraschten die Geschwister Maria G. und Susanne W. die Anwesenden und ernteten viel Applaus.

In der Pause bei Kaffee und Kuchen gab es wieder Gelegenheit Freunde zu begrüßen oder mit dem Tischnachbarn ins Gespräch zu kommen, Begegnungen, die unsere Landsleute schätzen und genießen.

Den zweiten Teil, die Mitgliedsversammlung, eröffnete der Vorstandsvorsitzende Hans Wester. Er dankte allen, die sich aktiv an der Vorbereitung und Gestaltung des Festes beteiligt hatten. Aus dem kurz gefassten Tätigkeitsbericht konnte entnommen werden, dass auch in den letzten 12 Monaten viele Veranstaltungen stattgefunden haben: Vorträge, Feiern, Bälle Ausflüge, Fahrten, die monatlichen Frauennachmittage unter der Leitung von unserer Frauenreferentin Roswitha Batzoni und was besonders zu erwähnen wäre "der Verbandstag der Siebenbürger Sachsen" mit 180 Delegierten im Kulturhaus Mannheim Käfertal, sowie die "Siebenbürgisch-sächsischen Kulturtage in Speyer" und zum dritten Mal "Tag der Begegnung in der Friedenskirche".

An dieser Stelle sei Hans Wester besonders gedankt, der sich unermüdlich für das gesellschaftliche und kulturelle Leben unserer Kreisgruppe einsetzt. In einer Schweigeminute wurde der Toten der Kreisgruppe gedacht und nach dem Bericht der Kassiererin und den Wortmeldungen war die Sitzung beendet.

Als Stärkung für den Nachhauseweg gab es noch Schmalzbrot mit roten Zwiebeln und ein Gläschen Wein oder Saft. Wir trennten uns mit der Vorfreude auf das nächste Zusammensein beim" Vortrag über Wien" am 9. 10. 04 in Heidelberg oder an der Adventsfeier am 5. 12. 04. in dem Gemeindesaal der Friedenskirche.

 


Seite drucken

Berichte

Veranstaltungen

Seitenanfang

© Copyright: Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg, 
  Internet: mailto:webmaster@siebenbuerger-ma-hd.de