Mannheimer Morgen schrieb am 23.12.2005

Der Starthelfer der Rhein-Neckar-Region

Hans Wester bekommt die Ehrennadel des Landes /

"Teil der kulturellen Vielfalt"

Sich auf die neue Heimat einzulassen und diese mitzugestalten, ohne auf eigene Wurzeln in Tradition und Kultur zu verzichten, ja, diese geradezu als "Mitgift" mitzubringen - nach dieser Devise handelte Hans Wester, den alle nur Hans nennen, als er 1974 mit seiner Familie nach Mannheim kam. Bereits 1975 wurde er in der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen aktiv, seit 1979 hatte er verschiedene Vorstandsämter inne, 1984 bis 1990 und seit 1993 war der Rheinauer dann Vorsitzender der hiesigen Kreisgruppe und auch überregional aktiv.

 

Der Geehrte Hans Wester (2.v.l.) ist umringt von Hans-Holger Rampelt,

Frank Mentrup und Alfred Mrass (von links).   Bild: zg

 

So setzte er als Mitarbeiter bei Daimler-Benz in Mannheim seinen Lebensweg fort, der 1939 in Siebenbürgen begonnen hatte und ihn eigentlich zum Lehrerdasein hatte bringen sollen. Doch die Heimat musste er ebenso aufgeben wie zuvor bereits sein berufliches Vorhaben im Nachkriegsrumänien. In seinen ehrenamtlichen Ämtern gehörte er zu den Aktiven, den Vorantreibenden, durchaus konfliktbereit, wie der Landesvorsitzende Alfred Mrass bekannte, am Ende aber immer verlässlich und versöhnlich. Vielen Landsleuten hat er mit seiner Frau Anni geholfen, wie sie einen guten Start in der Rhein-Neckar-Region zu schaffen, darüber hinaus hat er die Kultur in den regionalen Austausch eingebracht. Höhepunkte waren sicher die "Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturtage" 1987 im Mannheimer Schloss oder das 50. Jubiläum der Landsmannschaft 2003.                                     
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Frank Mentrup ehrte Hans Wester nun mit einer hohen Auszeichnung, die er im Namen des Ministerpräsidenten überreichten durfte: Die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement. "Sie haben uns vorgemacht, wie man sich in die neue Gesellschaft einbringt, ein Teil von ihr wird und Sie selbst wie auch die Gesellschaft damit nachhaltig reicher werden", sagte Mentrup in seiner Laudatio und verwies auf die vielfältigen kulturellen Einflüsse, durch die großstädtisches Leben überhaupt zu einem solchen werde. Er forderte den Geehrten und die rund 600 Mitglieder der Kreisgruppe auf, sich und ihre Tradition auch ins Stadtjubiläum 2007 einzubringen: "Sie sind ein Teil der kulturellen Vielfalt dieser Stadt und ein Teil der Stadt selbst geworden, darauf können Sie stolz sein, darauf können wir stolz sein."

                      


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