5 Tage Busreise „Spreewald-Berlin-Potsdam“

von Susanne Weber

Am 05.07.06 startete die Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg zu einer 5tägigen Busreise. Als um 6Uhr der Bus vorfuhr, jubelten einige Teilnehmer: „Ja, Rolf fährt uns nach Berlin.“ Rolf ist der Busfahrer, der unsere Landsleute im April zur Tulpenblüte nach Holland brachte, ein guter Fahrer und ein hervorragender Reiseführer. Unsere Fahrt führte durch Hessen in die neuen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Brandenburg, vorbei an der Wartburg bei Eisenach, Weimar, Chemnitz, Dresden um dann bei Lübbenau die Autobahn zu verlassen und in Richtung Turnow im Oberspreewald zu fahren. Von Rolf erfuhren wir auf dieser langen Fahrt sehr viel über die Geschichte und über Land und Leute dieser Region. Nach dem Einquartieren im Landhotel Turnow und dem Abendessen blieb noch Zeit zum Erkunden der Umgebung.

 


Am nächsten Tag ging es in den Spreewald-Europas einzigartig und als Unesco-Biosphärenreservat geschütztes Kleinod. In Burg starteten wir die große Spreewald-Kahnfahrt durch die einmalige Fluss-und Fließlandschaft. Für ein paar Stunden konnten wir die Alltagshektik vergessen, die Seele baumeln lassen und die Ruhe genießen. Die Wasserstraßen sind eingebettet in wunderschöne Laubhochwälder und die idyllischen Gehöfte sind meist von sorbischen Spreewaldbauern bewohnt Gekonnt und sicher leiten hier die Kahnfahrer ihre Kähne durch das Labyrinth von Kanälen und beantworten freundlich die Fragen der Gäste. Im malerischen Spreewalddorf Lehde, auch das „märkische Venedig“ genannt, gab es die Möglichkeit das Freilichtmuseum zu besuchen um sich mit Sitten und Gebräuchen der Spreewälder vertraut zu machen. Das Essen, das wir in den Kahn geliefert bekamen, war auch einmalig. Schmalz- und Leberwurstbrot mit Spreewaldgurken.

Aus aktuellem Anlass-Fußball WM- besichtigten wir am nächsten Tag nicht Potsdam, wie geplant, sondern Berlin, die alte und neue Hauptstadt. Das einstmalige Fischerdorf vom Anfang des 13. Jh. ist heute „ein riesiges Kaleidoskop mit zahlreichen Facetten, mit einer Vielzahl von immer neuen Gesichtern und Ansichten und stets neue Aussichten bietend“. Eine bewegte Geschichte hat diese Stadt geprägt und ihre Spuren hinterlassen. Auf einer Stadtrundfahrt mit Reisebegleitung konnten wir einige der vielen Sehenswürdigkeiten bewundern: Das Brandenburger Tor, den Reichstag, den Funkturm, die Gedächtniskirche, das neue Regierungsviertel, das rote Rathaus, die Siegessäule, Schloss Bellevue, dann viele Museen, Kirchen u.v.m. Den Alexanderplatz konnten wir zu Fuß erkunden und anschließend bummelten einige über den Kurfürstendamm, unter den Linden oder genoss einfach die Berliner Luft, um sich nachher pünktlich beim Bus am Bahnhof Tiergarten einzufinden.

Am Samstag ging es dann nach Potsdam. Wie auch Berlin ist auch diese Stadt an einem Tag nicht zu erkunden. Das Wichtigste hat die Reiseleiterin uns doch erzählt und gezeigt. Die Altstadt mit ihren Toren und Kirchen, Schloss Cäcilienhof, wo 1945 die Potsdamer Konferenz stattfand und die Staatschefs der alliierten Siegermächte die Zukunft Deutschlands festlegten, die Russische Kolonie, das Holländer Viertel u.a. Ein Muss in Potsdam ist die Parkanlage mit Schloss Sanssouci, die Sommerresidenz Friedrich des Großen, das Neue Palais, Schloss Charlottenhof um nur einige zu nennen.

Sonntag war die Heimreise. Es dauert sicher einige Tage um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Zurück bleiben Bilder und Erinnerungen an sehr schöne erlebnisreiche Tage. Dafür ein herzliches DANKESCHÖN an unseren Ehrenvorsitzenden Hans Wester, der diese Reise geplant und organisiert hat.
 

                      


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