der Mannheimer Morgen schrieb am 06. Juli 2011

 

Gelungener Hammerschlag zum Auftakt eines gelungenen Festes

 

Neckarau: Stadtteil feiert zwei Tage lang mit Programm für die ganze Familie

Es war offensichtlich: Das macht der Oberbürgermeister nicht zum ersten Mal. Zwei gezielte Schläge mit dem Holzhammer und der Zapfhahn war im Fass, ohne einen Tropfen daneben floss das Bier in die Gläser. Mit einem "Prost auf die Gemütlichkeit" war das Stadtteilfest auf dem Neckarauer Marktplatz und in einem Teil der Friedrichstraße offiziell eröffnet.
Doch längst bevölkerten die Neckarauer und ihre Gäste den Platz, unterhielten sich angeregt an den Tischen und schlenderten zwischen den Ständen und ließen sich mit deftigen Speisen, mit Fisch oder Kuchen bewirten. Einige verwickelten die Kommunalpolitiker in Diskussionen. Gesprächspartner gab es genug. Neben Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz fanden auch der Europa-Abgeordnete Peter Simon (SPD), der Landtagsabgeordnete Wolfgang Raufelder (Grüne) sowie die Stadträte Marianne Bade (SPD), Dirk Grunert (Grüne) und Claudius Kranz (CDU) den Weg nach Neckarau. Gespräche ergaben sich aber auch an den Ständen der örtlichen CDU und SPD, an denen man Neckarauer Bezirksbeiräte traf.

Dem OB musste man gar nicht erst erzählen, was die Neckarauer von der Stadt erwarten. Schon bei seinem Grußwort ging er auf die Sanierung beziehungsweise Umgestaltung der Schulstraße ein. Die Finanzkrise habe den Start der bereits fest geplanten Arbeiten verhindert. Aber, so der OB: "Wir wissen, dass wir da eine Bringschuld haben, an der Stelle hat Neckarau noch was gut." Die Schulstraße stehe nach wie vor auf dem Programm. Zugleich kündigte Kurz an, die Bürgerdienste neu zu gestalten und vor Ort mit zusätzlichen Diensten zu stärken. Am liebsten würde sie die Stadt im alten Verwaltungsgebäude am Seilwolff-Center unterbringen, doch gestalten sich die Verhandlungen mit dem Eigentümer schwierig. Fest steht aber schon, dass die Verwaltung bereit ist, das alte Neckarauer Rathaus den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Bereits jetzt wird es vor allem von Verein Geschichte Alt-Neckarau und dem örtlichen Verein der Siebenbürger Sachsen genutzt. Dann aber galt die Aufmerksamkeit der Besucher den Ständen, an denen es nicht nur Speisen, sondern auch Informationen sowie kurzweilige Spiele für die zahlreichen Kinder gab. Am Wagen der Freiwilligen Feuerwehr konnten die Kleinen Feuer löschen, beim Förderverein des Jugendtreffs am Kickerturnier teilnehmen, bei der CDU Angelrouten auswerfen und bei der AWO in der Hüpfburg tollen.

Begeistert äußerten sich die Besucher über die Musikauswahl. Sowohl die TC Big Band Hassloch kam mit ihrem Swing ausgezeichnet an als auch die "The Barons" mit Songs aus den 60er und 70er Jahren. Am zweiten Tag trafen der Shanty Chor und die Partyband "Celebration" den Geschmack des gut gelaunten Publikums.
Zur guten Tradition des Stadtteilfestes gehört auch der ökumenische Gottesdienst am Sonntagvormittag. Pfarrerin Regina Bauer von der evangelischen Matthäuskirche und Pfarrer Martin Wetzel von der katholischen St. Jakobuskirche hielten ihn gemeinsam vor voll besetzten Bänken auf dem Marktplatz.

 

von  Jan Cerny

 


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