die Siebenbürgische Zeitung schrieb

 

„Verspätete Muttertagsfahrt"
 

Wegen Überlagerung von Terminen musste die traditionelle Muttertagsfahrt der Kreisgruppe Mannheim- Heidelberg um eine Woche, vom 11. Mai auf den 18. Mai verschoben werden. Darüber waren wir im Nachhinein sehr glücklich, denn wir hatten sehr schönes Wetter.

Die Reise führte uns in die baden-württembergische Stadt Bruchsal, ehemalige Residenz der Fürstbischöfe von Speyer. Hier besichtigten wir das Schloss. Weil an diesem Wochenende im Schlosspark eine Gartenmesse stattfand, gab es keine Führung, aber vom Vorstandsvorsitzenden Hans Rampelt erhielten wir im Bus und auch vor Ort ganz viele Informationen. Im Jahre 1720 legte Kardinal Damian Hugo von Schönborn, Fürstbischof von Speyer, den Grundstein und unter Kardinal Christoph von Hutten wurde das Schloss 1760 fertiggestellt. Es ist das einzige fürstbischöfliche Barockschloss am Oberrhein, berühmt vor allem für das beeindruckende Treppenhaus von Baumeister Balthasar Neumann: die „Krone aller Treppenhäuser des Barockstils“.
Nach der fast vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg (außer dem Treppenhaus), wurde das Hauptgebäude mit Kuppel-Marmor- und Fürstensaal bis 1975 wieder originalgetreu aufgebaut. Wir waren beeindruckt von den prunkvollen Sälen, den Wand- und Deckenmalereien.

Anschließend besichtigten wir das Deutsche Musikautomaten-Museum, das auch hier im Schloss untergebracht ist. Es beherbergt eine der bedeutenden Sammlungen der Musikautomaten weltweit, fast 500 an der Zahl, in allen gängigen Techniken und Größen von winzigkleinen in Daumengröße bis zur Philarmonie-Orgel mit 1269 Pfeifen.Viele kann man per Knopfdruck zum Klingen bringen und genießen. Für die Gartenmesse in dem wunderbaren herrlichen Schlossgarten blieb leider nicht viel Zeit doch wir konnten erahnen, dass er ein stimmungsvolles Ambiente für Open-Air-Konzerte bietet.

Unser Bus brachte uns auf den nahegelegenen Michaelsberg in Untergrombach. Er ist 269m hoch, am westlichen Rand des Kraichgaus. Bei herrlichem Wetter schweifte unser Blick über die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen, von den Höhen des Nördlichen Schwarzwaldes bis zu den Bergen des Odenwaldes. Hier oben steht die Michaelskapelle. Drei Altäre, eine barocke Kanzel aus der ehemaligen Hambrücker Pfarrkirche, Deckengemälde, sowie die Figuren der 14 Nothelfer sind bemerkenswert und schmücken das Innere des Gotteshauses, in dem sich viele Brautpaare trauen lassen (auch an diesem Samstag).

Herzlich empfing uns Familie Tsioupros in ihrem Restaurant. Nach einem guten Mittagessen machten wir einen Spaziergang zu dem nahegelegenen Kindelsbrunnen, aus dem laut Sage die Störche die Untergrombacher Kinder brachten. Wir genossen die Sonne, die frische Luft, den herrlichen Ausblick. Mit Kaffee und Kuchen ging die Feier weiter. Brigitte Mosberger, Traute Schütz, Traute Schwemm und Susanne Weber trugen Gedichte zu Ehren der Mütter vor. Gemeinsam wurden deutsche und sächsische Lieder gesungen. Ilse und Hans Rampelt hatten für jede Mutter/jede Frau kleine Geschenke vorbereitet.

Für alle ging der Tag viel zu schnell vorbei. Unser Dank gilt dem Ehepaar Rampelt, das keine Mühe scheut und jedes Jahr neue Ausflugsziele aussucht, vortestet und organisiert.

 


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