die Siebenbürgische Zeitung schrieb

 

„Schürzenazsstellung"
 

Schürzenausstellung am 9. Juni 2013 im Jakobussaal in Mannheim Neckaraur


Anlässlich der 60-jährigen Jubiläumsfeier ist eine Schürzenausstellung mit über siebzig Trachten-, Alltags- und Männerschürzen zu bestaunen. Sie wurde liebevoll zusammengestellt von unserer Referentin für Museum und Brauchtumspflege Anni Wester.

Uns allen ist Großmutters Schürze noch im Gedächtnis. Wie herrlich war es für die Kinder, wenn sie sich unter der Schürze verstecken konnten, und wie tröstlich, wenn Großmutter mit den Schürzenzipfeln die Tränen aus dem Gesicht wischte.

In der Küche sind sie unentbehrlich: Schürzen, die den teuren Zwirn vor Fettspritzern schützen. Mit Schürzen wurden Holzscheite ins Haus getragen oder heiße Topfdeckel vom Herd genommen - die Schürze war halt vielseitig verwendbar.

Früher waren die Schürzen sogar bei Kindern ein fester Bestandteil der Garderobe. Auch als Arbeitskleidung in vielen Männerberufen fanden sie ihre Verwendung. So sind bei Metzgern, Kellnern, Schustern, Köchen und Schmieden Schürzen bis heute eine Selbstverständlichkeit im Berufsalltag.

Die Festtracht der Mädchen besteht nicht nur aus Borten, Samtbänder, Trachtenhemd, Leibchen, Rock, Trachtengürtel / Spangengürtel, sondern auch aus einer schönen, meist handgestickten Trachtenschürze.

Dem Betrachter werden die Vielfalt und die unterschiedlichsten Funktionen des besonderen Kleidungsstückes bewusst, welches zur Zierde über der Oberkleidung getragen wird.

Anni Wester hat Schürzen ausgestellt, die zum Teil schon um die 100 Jahre alt sind, und aus verschiedenen Ortschaften Siebenbürgens stammen:

  • Back- und Kochschürzen

  • weiße Schürzen, die man vor einer Hochzeit beim Entgegennehmen der Zutaten fürs Backen - Eier Milch, Mehl, Sahne - und beim Walken der Hochzeitsnudeln trägt

  • Schürzen, die zum Kirchgang getragen wurden

  • Trachtenschürzen mit aufwendiger Tüllstickerei, mit denen sich die Frauen und Mädchen in Siebenbürgen schmückten

  • bestickte Seiden- und Festtagsschürzen, sowie genetzte Tüll- oder Leinenschürzen, auch bunte Schürzen

  • Mädchenschürzen

  • Schürzen für Trauerkleidung

  • sowie auch blaue Arbeitsschürzen für Männer, für die Garten- und Feldarbeit

Foto: Hans Wester

Wir wünschen allen Besuchern der Schürzenausstellung, beim Betrachten der Exponate in schönen Erinnerungen an die alte Heimat zu schwelgen.
 

 


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