Vielfalt! Weil Vielfalt viel mehr möglich macht!
 

Das war das Motto des ersten interkulturellen Gemeindefestes am 1. Advent in der Friedenskirche.

Der 1. Advent ist in der Friedenskirche schon lange, länger als die meisten sich erinnern können, der Termin des Gemeindefestes. Besonders geeignet ist die Adventszeit für interkulturelle Aktivitäten, weil wir mit allen Christinnen und Christen in Mannheim und in der ganzen Welt gemeinsam auf die Ankunft Christi warten. So verschieden die Gemeinden und Konfessionen auch sind: die Bedeutung Jesu für den Glauben ist doch bei allen dieselbe.

Den Beginn dieses Wartens gemeinsam zu gestalten und zu begehen – das war die Aufgabe eines kleinen Vorbereitungskomittees aus drei Gemeinden bzw. einem Verein: der Evangelischkoreanischen Agapegemeinde, die schon seit über drei Jahren jeden Sonntag in der Friedenskirche ihren Gottesdienst feiert, der äthiopischen Gemeinde, die nun seit knapp einem Jahr jeden Samstagnachmittag im Gemeindesaal zusammenkommt, der Christus- und Friedensgemeinde und die Kreisgruppe der Siebenbürger Sachsen, die sich mehrmals im Jahr im Gemeindesaal trifft und z.B. den Muttertag feiert oder Sitzungen abhält.

Bei den Vorbereitungstreffen waren nicht nur die Pfarrer oder Leiter der Gemeinden – Pfarrer Bonjun Chin, Getu Kifle, Hans-Holger Rampelt (Vorsitzender der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg des Verbands der Siebenbürger Sachsen) und Pfarrerin Gustrau dabei, sondern auch eine stattliche Zahl ehrenamtlicher HelferInnen und Helfer, darunter Herr und Frau Weber, Frau Otters, Frau Markel, Herr Fograscher, Frau Stegmann, Herr und Frau Scheuermann und Frau Schock.

Am 1. Advent begann der Tag mit einem festlichen und bunten ökumenischinterkulturellen Gottesdienst. Alle Gemeinden machten mit ihren musikalischen Beiträgen – auch die Schola Cantorum war mit von der Partie – den Gottesdienst zu einem Erlebnis. Durch die Musik, Gebete, Lesungen in koreanischer, amharischer und deutscher Sprache und spontane Beiträge wurde auf unkonventionelle Art



Vielfalt! Weil Vielfalt viel mehr möglich macht!

Danke!


Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben, dass der 1. Advent so bunt und munter geworden ist.
Vielen Dank für alles spontane, ungeplante Zupacken.
Vielen Dank für Hilfe in der Küche, beim Getränkeverkauf und beim Aufräumen.
Vielen Dank für das Vorbereiten, Planen, Überlegen lange im Voraus.
Vielen Dank an alle Köchinnen und Köche.
Vielen Dank für die Beiträge am Nachmittag.

Wir freuen uns auf das nächste interkulturelle Gemeindefest am 1. Advent 2015!
Ihre Pfrn. Maibritt Gustrau, Pfr. Stefan Scholpp und Pfrn. Bettina Kommoss und Weise deutlich, dass das Christentum in vielen Sprachen und Kulturen zu Hause ist und dass es Menschen verschiedener Sprache und Herkunft miteinander verbinden kann. Nur bei der Predigt wurde das Prinzip der Mehrsprachigkeit aufgeben: Pastor Chin sprach freundlicherweise auf Deutsch und Pfarrerin Gustrau (wie immer) ebenso.

Beide hielten eine kurze Predigt über denselben Text: Mt 21,19. Nach dem Gottesdienst steuerte das Gemeindefest auf seinen kulinarischen Höhepunkt zu: ein großes Buffet im Konfirmandensaal mit Spezialitäten und Leckereien aus allen Ecken der Welt durften nicht nur bestaunt, sondern auch getestet und verspeist werden:

Da war u.a. dabei: koreanische Jabche, Kimchi, Zajan und Karebab, traditionelles äthiopisches Fladenbrot Injera und ein Linsengericht, siebenbürgische Salade de boeuf, Krautwickel und Baumstriezel, deutscher Fleischkäse und Grünkernsuppe, außerdem geräucherter Lachs, Fischsuppe und vieles Leckeres mehr. Glücklicherweise verfügt die Friedenskirche über einen großen Gemeindesaal, so dass keiner der ca. 200 Gäste im Stehen essen musste.

Nachdem der erste Hunger gestillt war, wurde noch einiges an Programm geboten: Erst begrüßte die Vorsitzende des Ältestenkreises Dr. Brigitte Hohlfeld alle und stellte die ChristusundFriedensgemeinde vor, danach stellten sich auch die anderen Gemeinden vor und präsentierten noch einige Schätze aus ihren Gemeinden: Mitglieder der koreanischen Gemeinde – auch schon die Allerkleinsten – machten Musik, ebenso wie Mitglieder der äthiopischen Gemeinde, der Verein der Siebenbürger Sachsen bot zwei Volkstänze in Trachten dar und hatte eine kleine Ausstellung über Geschichte, Kultur und Kirche der Siebenbürger mitgebracht. Der Versuch, gemeinsam in die Adventszeit zu gehen, oder anders gesagt, dem Gestalt zu geben, dass wir alle dasselbe Ziel haben, ist rundum gelungen!

Wir konnten hören, sehen und schmecken, wie vielfältig das Leben unter dem Dach der Friedenskirche geworden ist. Das ist ein ermutigendes und verheißungsvolles Zeichen in Zeiten, in denen uns mit Gewalt ins Bewusstsein gerufen wird, dass friedliches Miteinander verschiedener Kulturen, Sprachen und Religionen keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist.

von Maibritt Gustrau

 


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