die Siebenbürgische Zeitung schrieb

Wanderung bei schönem Wetter zu den Heidenlöchern im Pfälzer Wald
 

Viele Landsleute trafen sich wie jedes Jahr an Fronleichnam, um zu wandern. Der Siebenbürger Wandertag an Fronleichnam hat jahrzehntelange Tradition.

Bei schönem Wanderwetter trafen wir uns am Leinhöhlweg-Parkplatz in Deidesheim, um über das Mühltal zur „Eckkopfturm-Hütte“ auf dem Kirchberg zu wandern. Nach gut 2 Stunden erreichten wir die Waldschenke am Eckkopfturm (siehe Foto), wo wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt wurden, da wir schon über 400 Höhenmeter bewältigt hatten.

Bei einer ausgiebigen Mittagspause in der Waldschenke stärkten wir uns und traten den Rückweg über die Michaelskapelle und die Heidenlöcher an. Die spätgotische Michaelskapelle aus dem Jahr 1470 war seit ihrer Zerstörung im Jahre 1794 eine Ruine und wurde erst 1952 wieder aufgebaut. Wie wir von unserem Wanderführer Hans Wester erfuhren, wurden die Heidenlöcher, vermutlich eine Fliehburg, im 9., vielleicht auch erst im 10. Jahrhundert angelegt. Im Inneren befanden sich etwa 80 bis 85 eingeschossige Gebäude, die wohl nicht unterkellert waren und aus jeweils einem Raum bestanden, der 10 bis 20 m² maß. Die Fliehburg wurde angelegt, um den Bewohnern der näheren Umgebung Schutz vor den damals umherziehenden Normannen zu bieten. Die Heidenlöcher sind ein Kulturdenkmal.
Es war ein schöner Wandertag mit gut gelaunten Landsleuten.


Foto: Hans-Holger Rampelt
 

von Hans-Holger Rampelt

 


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