die Siebenbürgische Zeitung schrieb

 

Tagesfahrt ins Hessische

 

Trotz nicht sehr hoffnungsvoller Wetterprognose traute sich ein Grüppchen der Mitglieder der Kreisgruppe Mannheim–Heidelberg auf Vorschlag des Vorsitzenden Hans–Holger Rampelt bei einer Busfahrt nach Frankfurt und Darmstadt mitzumachen. So fanden sich am Morgen des Samstags, dem 11. Juni, 40 Erwachsene und drei Kinder im modernen Reisebus ein, um den Frankfurter Flughafen mal aus einer anderen, ungewohnten Perspektive zu besichtigen.

Foto: Hans-Holger Rampelt

Wir wurden auf das Rollfeld in einen Rundfahrtbus gebracht, nachdem alle Personen genauestens, wie für einen regulären Abflug, abgefertigt, sprich kontrolliert worden waren. Während der Rundfahrt gab es von einer Flughafenmitarbeiterin viele interessante Erklärungen zu hören. Wir fuhren zwischen und unter großen und ganz großen Flugzeugen und staunten nicht schlecht über die neuere Generation der Jumbos, wobei wir auch die größten Airbus - Flugzeuge aus nächster Nähe zu sehen bekamen. Der A 380 – 800 gilt als das größte Flugzeug der Welt, ist mit modernsten, spritsparenden und trotzdem leiseren Triebwerken ausgestattet. Vorbei ging es an Betankungsanlagen, die nicht mittels Zisternen erfolgen, sondern aus dem unterirdischen Rohrsystem die Verbindung zu den Tanks der Flugzeuge herstellen. Zu bestaunen waren Flugzeuge, deren Rumpf aus Carbon besteht, dadurch viel leichter als herkömmliche sind und dabei umweltfreundlicher fliegen. Während der Rundfahrt waren etwa im Minutentakt Abflüge und Landungen zu beobachten.

Mit neuen interessanten Eindrücken im Gepäck setzten wir unsere Fahrt fort. Darmstadt war der nächste Punkt in unserem Tagesprogramm. Nach dem Mittagessen in zwei verschiedenen aber nebeneinander liegenden Gaststätten warteten zwei Stadtbegleiterinnen, um die Gruppen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu führen: Die Mathildenhöhe und den Park Rosenhöhe. Die Mathildenhöhe, eine 1830 von Großherzog Ludwig II angelegte Parkanlage, wurde 1901 zur Künstlerkolonie eröffnet. Damit wurde Darmstadt das Zentrum des Jugendstils in Deutschland. Namhafte Künstler setzten in ihren Bauten auf der Mathildenhöhe ihre revolutionären Ideen durch. Es entstanden Künstlerateliers, Wohnhäuser, der Hochzeitsturm. Auch die Russische Kapelle beeindruckt die Besucher in der großartigen Anlage.

Foto: Hans-Holger Rampelt

In unmittelbarer Nähe liegt der Park Rosenhöhe, gut zu Fuß erreichbar, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Beeindruckend schon das Haupteingangstor mit den sechs Löwen auf je einem hohen Pfeiler. Und die weiträumige Blumenanlage, hauptsächlich Rosen verschiedenster Züchtungen, auch Seerosen in einigen kleinen Seen, bieten dem Besucher angenehmes Durchwandern.

Letzter Besichtigungspunkt war die sog. „Waldspirale“, eine vom österreichischen Friedensreich Hundertwasser entworfenem Wohnkomplex mit individueller Fassadengestaltung, mit Dachbewaldung, ein dekoratives Ensemble, wo die Spirale als Symbol des Lebens dargestellt wird.

Als Abschluss gab es noch eine Kaffeepause, zu der uns unser Vorsitzender leitete. Auf seinen Erkundungstouren für die Ausflüge oder Reisen sondiert er immer alle Punkte im Vorfeld. Zu diesem Lokal, das eigentlich kein echtes Cafè ist, aber den „besten Kaffee“ zubereitet, leitete uns Hans Rampelt vor der Rückfahrt dahin und alle waren der Meinung, er hatte Recht. Damit fand der Ausflug ein gelungenes Ende und alle Teilnehmer waren dankbar und beeindruckt.

 

von Ortwin Götz 

 


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