die Siebenbürgische Zeitung schrieb

 

Iris Wolff stellt in Heidelberg ihr drittes Buch vor

 

Kulturelles Interesse bewiesen am 7. Oktober zahlreiche Mitglieder der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg, als sie sich auf Einladung des Vorsitzenden Hans Holger Rampelt im Bürgersaal Heidelberg-Wieblingen einfanden. Die inzwischen gut bekannte Jungautorin Iris Wolff hatte zugesagt, ihr drittes Buch kurz vorzustellen.

Nach einer kurzen Begrüßung übergab Hans Rampelt das Wort an die Autorin. Zuerst stellte sie sich vor, wobei zu erfahren war, dass sie 1977 in Hermannstadt geboren wurde und im Kindesalter nach Deutschland kam. Da studierte sie Germanistik, Religionswissenschaft, Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn. Nicht in Marburg, sondern in Marbach war sie langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs und 2013 Stipendiatin für Literatur der Kunststiftung Baden-Württemberg. Neben dem Schreiben ist Iris Wolff am Kulturamt der Stadt Freiburg im Breisgau tätig.

Foto: Hans-Holger Rampelt


Für ihren ersten Roman „Halber Stein“ (2012) erhielt Iris Wolff 2014 den Ernst-Habermann-Preis, 2015 erschien ihr zweiter Roman „Leuchtende Schatten“, und nun, als drittes Buch, der Roman „So tun, als ob es regnet“. Der Roman  umspannt inhaltlich drei Generationen einer aus Siebenbürgen kommenden Familie und besteht aus vier längeren Erzählungen, die miteinander verwoben sind. Es ist eine Geschichte der Vorfahren, in der immer Dichtung und Wahrheit zusammenfließen, treu ihrem Motto „man kann sich immer entscheiden, welche Geschichte man erzählen will“.

Jede der vier Geschichten wird mit einem Bild eingeleitet. Aus jeder davon las Iris Wolff einige Seiten vor, erzählte danach auch, was der eigentliche Inhalt des Buches sei. „Mein Buch ist der Roman einer Welt und einer Familie über 100 Jahre hinweg“. Das Titelzitat stammt aus dem rumänischen Sprichwort „se face că plouă“, einer Redensart für gespielte geistige Abwesenheit, wenn man etwas nicht tun will und man so tut, als hätte man etwas nicht gehört. Der Autorin gebührt große Bewunderung für die spielerische Fertigkeit, die siebenbürgische Seele so eindrucksvoll zu beschreiben.

Eine Pause bei Kaffee, Kuchen und Getränken tat gut, wonach die Lesung fortgesetzt wurde. In den darauffolgenden Gesprächen war noch manches aus Iris Wolffs vorigen Romanen zu erfahren, von denen einige neben dem neuen auslagen, und bei Interesse erworben werden konnten, was auch manche taten. Gern wurden die Bücher herzlich signiert.

Zum Ausklang begab sich eine Gruppe Gleichgesinnter noch in das griechische Lokal in der Nähe, wo noch allerhand Gesprächsstoff in lockerer Runde behandelt wurde.

Man trennte sich im Vorhaben, am 28. Oktober in Mannheim-Neckarau wieder zusammenzukommen, anlässlich des „Martini- und Kathreinerballs“.
                        

Ortwin Götz
 

 


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